Bin umgezogen.

Das „Interims-Blog“ hat seinen Dienst getan, ich bin umgezogen auf https://www.sabinedangel.de

Dort kann man kommentieren, ohne sich einloggen zu müssen. Allerdings werden die Kommentare moderiert und erscheinen erst, wenn ich sie freigebe. Aber ich denke, das juckt nicht sonderlich.

Auf Wiederlesen!

sich Ziele setzen beim Stricken

Dabei geht es mir im Moment nicht um stricktechnische Ziele, sondern wofür ich stricke. Ich habe alles, was ich so strickmässig brauche. Höchstens vllt. zwischendurch noch ein paar Socken (kann man eigentlich nie genug haben). Aber ansonsten bin ich versorgt.

Also stricke ich gerade nicht.

Doch gestern habe ich auf einem kleinen, schnuckeligen Weihnachtsmarkt (dem vom Heart&Soul-Café in der Bergheimer Str. 133 in Heidelberg – ich verlinke jetzt nicht, weil sie ihre Website nicht up to date halten) eine Freundin getroffen, mit eben der ich schon oft in eben diesem Café strickenderweise sass.
Und wir haben beschlossen, nächstes Jahr an diesem kleinen, schnuckeligen Weihnachtsmarkt selbstgefertigtes Strickzeugs zu verkaufen! Yeah, jetzt habe ich wieder ein Ziel, das bringt es dann!

quadratisch statt Querformat

Am liebsten mache ich Fotos im Verhältnis 4:3. Das gefällt mir irgendwie. Hat was Stimmiges an sich, was rundes. Also ist meine Kamera immer auf dieses Verhältnis eingestellt.

Nun instagramme ich aber auch ein bisschen. Und Instagram hat dieses Quadrat. Schneidet Fotos auch automatisch so zu, dass sie quadratisch sind.
Lang hat mich das gestört. Ich habe meine Fotos schon vor dem Hochladen ins Quadrat gebracht, habe das nicht dem Zufall von Instagram überlassen, aber trotzdem. Ich fand immer, dieses Quadrat, das zerschneidet die Komposition des Originals.

Heute fand ich das mal nicht. Heute hat das Quadrat Störendes eliminiert. So sollte ich das in Zukunft sehen, dass Störendes entfernt wird. (Hier geht’s zum Bild von heute.)

„Ich hab geträumt von Dir“

Das war wohl eher ein Albtraum. Ein instabiler Mensch, der sich anderen aufdrückt.

Es war Wochenende, die Last des Alltags fiel von mir ab. Besonders hat sich wohl dieser instabile Mensch eingegraben. Ich hatte mit ihm aktuell nichts zu tun, mir wurde von ihm berichtet. Und es hat mir gereicht.

Instabile Menschen gibt es viele. Viel zu viele. Ob sie alle Gewalt, Missbrauch, … erfahren haben? Der Mensch aus meinem Albtraum behauptet, seine Familie sei keine gute gewesen. Ob ich’s so glauben kann? Denn er macht sich sehr selbst zum Opfer (und damit zum Täter). Und klagt an, klagt an, klagt an, egal wen, und findet noch jedes letzte Haar in der Suppe. Unangenehm. Erst nett, dann dreht er das Messer um.

Ich will da nicht analysieren. Mir fällt es einfach auf, weil es schwierig ist, mit diesem (solchen) Menschen umzugehen und ich so viele Klagen über diesen (solche) Menschen höre. Klar, schwierig ist schwierig und wenn man immer wieder mit Ausfällen fertig werden muss, reicht es einem (irgendwann).

Der Kelch mit dem Menschen aus meinem Alptraum scheint vorerst an mir vorübergegangen zu sein. Ich denke an einen anderen instabilen Menschen. Dem wiederum kann ich nicht entgehen ohne irgendwie aufzufallen, aber was soll ich machen? Den Eiertanz halte ich nicht mehr aus, ich werde mich zurückziehen. Ich hoffe, es wird einigermassen glimpflich abgehen.

„Den Schwierigkeiten Zeit geben“

Das habe ich über meine Noten der 2. Fantasie für Violine solo von G. Ph. Telemann geschrieben.
Das ist nicht so einfach, denn ich bin es hauptsächlich gewohnt, im Orchester zu spielen, und da hat man schön im Takt zu bleiben, auf den Dirigenten zu achten. Oh, bin ich immer pünktlich, stellt sich nun beim Geigenunterricht heraus.
Der Telemann verträgt das nicht, da muss ich „den Schwierigkeiten Zeit geben“. Sprich, das sind oft die Doppelgriffe und Akkorde. Wenn ich da nur so drüber husche, kommen die nicht zum Klingen! Die werden dadurch regelrecht abgewürgt.

Der Titel klingt so metaphorisch und – aufs Leben übertragen – ungeliebt. Wer will schon lange in Schwierigkeiten stecken? Doch darüber lasse ich mich jetzt nicht aus. Die musikalischen Schwierigkeiten aber, die sind dann gar keine mehr, wenn ich ihnen Zeit gebe.

In der Kirche Geige üben

Zur Zeit spiele und übe ich die zweite der zwölf Fantasien von Telemann für Violine solo ein. Gedacht habe ich das für den Weihnachtsgottesdienst meiner Gemeinde am 24.12. Aber es hat sich herausgestellt, dass der Zeitplan dieses Gottesdienstes so dicht ist, dass ich wahrscheinlich „nur“ bei ein paar Weihnachtsliedern mitspielen werde.

Mein Geigenlehrer hat mir vorgeschlagen, einfach mal um zu hören, wie das klingt mit dem Hall, mal in der Kirche zu üben! Hu, ob ich mich das traue? Jetzt in der Adventszeit ist blöd, weil in den Kirchen dauernd Veranstaltungen sind und die Proben dafür. Aber im neuen Jahr, im Januar? Wäre eine Idee!

Hört mal rein in dieses tolle Stück. Es besteht aus drei Sätzen. Besonders der zweite hört sich so vielstimmig an als sei da ein ganzes Ensemble am Werke, aber es ist „nur“ die Geige mit total vielen Doppelgriffen und Dreiklängen.
Ein tolles Stück!

Licht sein, Licht bringen

Ich habe mir das aktuelle Buch aus der Serie „Und es wird leuchten ein Stern“, herausgegeben von German Neundorfer, erschienen bei Herder, besorgt. Und schon einiges drin gelesen. (Alles auf einmal lesen geht nicht, denn die Impulse regen doch sehr zum Nachdenken an.)

Auf Seite 45 steht ein kurzer Text von Phil Bosmans über Licht und Dunkelheit. (Phil Bosmans war ein flämischer Ordensmann.) Dass Dunkelheit, v.a. anhaltende Dunkelheit, Angst macht. Und dass es befreiend sei, wenn plötzlich ein Licht aufleuchte. Er schreibt: „Zum Glück gibt es Menschen, die solches Licht anzünden.“

Je älter ich werde, desto mehr und desto öfter erkenne ich, wie Menschen in ihrer Dunkelheit leben, ob nun hübsche Tünche drüber oder nicht, aber die Dunkelheit bzw. die Angst ist im Herzen, im Kopf.
Mir tut das leid, denn sie stehen sich selbst im Weg rum (und anderen auch). Die Weite des Blickes fehlt. Die Geduld.

Und ich weiss nicht, wie ein Licht in ihre Welt bringen. Bosmanns schreibt: „Solch ein Licht im Dunkel kann auch ein erlösendes Wort, eine liebevolle Geste, eine helfende Tat sein.“
Das hört sich so gut an, so einfach umzusetzen. Aber: In der jeweiligen Situation fällt mir nicht das passende ein. Und: Selbst wenn ich ein kleines Lichtlein angezündet habe, wird es weiterbrennen? Geht es nicht aus? Was kostet es, das Licht am Brennen zu halten?

Ja, was kostet es mich, denn an mir ist kein Sozialarbeiter verloren gegangen. Ich habe das Talent nicht. Ich kenne einige, bei denen können Gespräche nicht tief genug gehen. Ich mag auch tiefe Gespräche, aber irgendwann bin ich abgefüttert, da geht es nicht mehr weiter.

Ja, ja, ein Licht in die Welt bringen. Gar nicht so leicht.

Advent als Aufbruch?

So hatte ich das noch nie gesehen.

Gestern sassen wir zusammen zum Adventssingen. K. hatte Adventsbücher aus dem Herder-Verlag mitgebracht, die mich sehr ansprachen. Er meinte, das sei eine ganze Serie bei denen, jedes Jahr käme ein neues heraus. Wen es genauso interessiert wie mich: Sie heissen „Und es wird leuchten ein Stern“. Jedes Jahr ein anderes, mit immer neuen Impulsen, gar nicht lang.

Da drin stand also, dass die Adventszeit, Weihnachten, eine Zeit des Aufbruchs seien. Kam mir ganz neu vor. Eine Zeit der Besinnung, das ja. Auf keinen Fall eine Zeit des Stresses, das will ich nicht mitmachen (auch wenn diese Zeit zum Stress neigt mit Geschenken und Feiern und Jahresabschluss). Aber eine Zeit des Aufbruchs?
Tja, Josef und Maria waren aufgebrochen, ein Kind kommt auf die Welt (der Aufbruch per se), die drei Weisen aus dem Morgenland waren aufgebrochen.
Das passt so gar nicht zum heimeligen Plätzchenbacken, Kerzenanzünden, Familienessen. Ein Aufbruch ist alles andere als klein bei klein.

Doch, ich sollte mal Advent unter dem Aspekt „Aufbruch“ betrachten!

Claudia gräbt Bücher aus

Claudia stellt auf ihrem Blog immer wieder Bücher vor, die sie gelesen hat. Diesmal sind es Bücher von Hans Hütt, die sie zurückblicken lassen. Es sind Wörterbücher der 70er bzw. eines der 80er (ich habe auf Claudias Postings verlinkt).

An die 70er kann ich mich nicht so toll erinnern, zu jung war ich, gerade erst geboren. Das würde bei den 80ern wohl anders werden, dachte ich. Gut, nun habe ich keines der beiden Bücher gelesen, nur Claudias Beschreibungen, doch da klingelte es nicht allzu sehr bei mir. Haben wir in meiner Familie wirklich so dermassen anders als die anderen gelebt? Weil bei uns das Geld fehlte, oder was immer noch so fehlen konnte?

Die Schulterpolster gibt es schon lange nicht mehr, doch der Mode konnte ich damals eh nicht so hinterherrennen. Meine Mutter schneiderte Blusen für mich – zwar nach aktuellen Burda-Schnitten – aber ansonsten ohne mich gross zu fragen. Und tragen musste ich die Dinger. Als Hosen hatte ich abgetragene Jeans-Hosen aus der Verwandtschaft (von daher weiss ich, dass die Jeans-Hosen heutzutage nichts mehr taugen, denn die kann man nach einer gewissen, recht kurzen, Zeit, einfach nicht mehr weitergeben).
Den Zauberwürfel gibt es immer noch.
Die La-Ola-Welle? Habe ich auch mitgemacht. War ganz natürlich.
Das Gewese um die 99 Luftballons hatte ich nie verstanden (ich glaube, der Song war damals sogar verboten, irgendsowas war da), für mich war das ein ganz normales Stück. Atommächte und Weltraum hatte ich zwar mitgekriegt, aber das war wohl zu abstrakt für mich. Und Computer lernte ich erst später – dann aber so richtig tief und gründlich – kennen.
Dass Frauen ihre eigenen Wege gehen müssen, das war damals und ist heute noch meine Überzeugung. Inwieweit frau ihren eigenen Weg sozusagen ungestört gehen kann, das steht auf einem anderen Blatt, das ist von vielerlei Umständen abhängig. Das muss mit dem eigenen Willen der Frau noch lange nichts zu tun haben.

illustre Gesellschaft

Heute geht es auf einen runden Geburtstag. Gestern habe ich erfahren, wen das Geburtstagskind so eingeladen hat. Hui, ob das heute gutgeht? Eine illustre Gesellschaft, bei denen sich so manche – mögen sie sich schon kennen oder nicht – diametral entgegen stehen. Rechtskonservativ, christlich-fundamental versus liberal bis links-liberal.
Hoffentlich wird es trotzdem eine schöne Feier. Bin mal gespannt.

Nachtrag: Es ist alles gutgegangen, es war wider Erwarten ein harmonischer Geburtstag. Yeah, yeah!

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